Für die nötige Mobilität bietet Samsung zwei Akku-Typen an. Der 6-Zellen-Standard-Lithium-Ionen-Akku bietet dabei eine Betriebszeit jenseits des Netzanschlusses von bis zu drei Stunden. Nachgeladen ist der Akku in ca. zwei Stunden. Wer auch auf längeren Touren nicht auf sein Samsung R509-Notebook verzichten möchte, sollte zum größeren 9-Zellen Hochleistungs-Lithium-Ionen-Energiespender greifen. Mit dem lässt sich das Notebook bis zu vier Stunden ohne Netzstecker in Betrieb halten. Bei Leerstand ist der 9-Zellen-Akku in ca. drei Stunden am Netz wieder voll betriebsbereit.
MSI hat uns mit dem GT72-2QE32SR311BW eine absolute Killermaschine für einen Test geschickt: Intel Core i7 Quadcore, Nvidia Geforce GTX 980M, 32 GB RAM, eine Kombi aus 1TB HDD und 1TB SSD-Speicher (bestehend aus 4 M.2 SSDs im Raid 0), Blu-Ray Brenner. Mehr High-End geht nur beim Prozessor. Wir schauen uns das 3.300 Euro Notebook genauer an.

Konfrontiert mit einem wahnwitzig bestückten Gaming-Notebook fragen wir Redakteure uns öfters, wer sowas denn eigentlich kauft. Die Kompromisslosigkeit bei der Ausstattung spricht nicht gerade für eine breite Zielgruppe. Während das MSI GT72 in der Grundausstattung bereits für 1.500 Euro zu bekommen ist, wird für unsere (beinahe) Topausstattung in Form des MSI GT72-2QE32SR311BW ein Preis von rund 3.300 Euro aufgerufen. Dafür fährt MSI dann aber auch in sämtlichen Kategorien die Creme de la Creme auf: Mit dem Intel Core i7-4710HQ wurde ein flotter Quadcore auf das Board gelötet, die Nvidia Geforce GTX 980M ist die derzeit schnellste mobile Singlechip-Karte und in Sachen Speicher kann man sich kaum mehr wünschen als 32 GB RAM, 1 TB HDD und 4 SSDs im Super Raid 3 mit einer Gesamtkapazität von ebenso 1 TB. Haben wir den Blu-Ray Brenner schon erwähnt? Wie man sieht, soll es an nichts mangeln. Nur eine Konfiguration bei MSI ist mit 4.499 Euro noch kostspieliger: Die SKU33 bringt einen Intel Core i7-4980HQ Prozessor mit.

In unserer Redaktion ist nicht nur das Notebook eingetroffen, das sogenannte Dragon Super Pack enthält ebenso einen Rucksack, eine Steelseries KinzuV2 Maus, ein Siberia V2 Headset auch von Steelseries, ein Mousepad und eine Tastaturabdeckung. Bei bestimmten Händlern (abhängig von der FSK-Altersprüfung) wird auch der neue Shooter Far Cry 4 als Codebeigabe dabei sein. Nicht nur beim Zubehör legt sich MSI mächtig ins Zeug, auch der Service wird ausgebaut. So wird es ein Grafikupdateprogramm geben, Käufer können bei Verfügbarkeit einer neuen Grafikchipgeneration auch auf diese umsteigen. Ganz billig wird das allerdings nicht. 
Das wuchtige 3,8 Kilo-Chassis des MSI GT72-2QE32SR311BW wählt, angesichts der Historie der Serie eine weniger klare Formsprache. Zeigten die Vorgänger noch aggressive Vektoren mit abgeschrägten Ecken, so trägt das MSI GT72 derart offensive Elemente nur noch in rudimentärer Form. Dadurch wirkt das Notebook (bis auf das bunte Preset der Tastaturbeleuchtung) aber auch aufgeräumter und schlichter.Die Bauhöhe von 4,8 Zentimetern erscheint recht stattlich, in dieser Geräteklasse darf das aber als schlank gelten und im Hinblick auf die Vergangenheit der Modellserie wurde abgespeckt. So ganz auf glänzende Elemente wollte MSI wohl nicht verzichten, weswegen der äußere Displayrahmen mit Klavierlack das ruhigere Gesamtbild stört. Haptisch ansprechend finden wir das gebürstete schwarze Aluminium auf dem Displaydeckel und die matte Metalloberfläche im Innenraum. Dank einer Gummierung findet die Handballenauflage einen schönen Kompromiss aus Griffigkeit und Gleiteigenschaften für das nahtlos integrierte Touchpad. Fingerabdrücke bleiben leider sichtbar im Innenraum, häufiges Putzen ist also angesagt.

Die Gehäuseunterseite wurde nicht so robust gestaltet, wie der Rest des Notebooks. Sie lässt sich zwar einfach abnehmen und wir finden geringe Spaltmaße rund um das GT72, das fast über die gesamte Tiefe reichende, großzügige Lüftergitter fordert allerdings seinen Tribut bei der Stabilität. Hier können wir die Unterseite eindrücken und es wird offenbar, dass die feinen Kunststoffstreben besser nicht zu sehr belastet werden sollten. Die High-End-Komponenten im Chassis schützt MSI durch eine stabilisierende Rahmenkonstruktion aus Aluminium, warum nicht wie bei Alienware durch und durch damit gearbeitet wurde, können wir nicht nachvollziehen. Ein Stahlrahmen und eine Bodenplatte aus einer Leichtmetalllegierung wären geringe Aufpreise auf der Kostenseite gewesen, hätten sich aber massiv auf die Chassis-Qualität ausgewirkt. An ein Notebook der 3.000-Euro-Klasse stellen wir eben etwas gehobenere Ansprüche.

Mittels gummierter Standfüße und einem mittlerem Standfuß aus Kunststoff erreicht MSI immer 2-3 Millimeter Luftraum unter dem Notebook. So ist eine Frischluftzufuhr für die Kühlung gegeben und die Hardware kann ihr volles Potential ausschöpfen. Das Displayscharnier zeigt keine Schwachstellen beim Widerstand, erlaubt einen Öffnungswinkel von 180 Grad und schnappt vielleicht ein wenig zu stark zu. Durch die Verwendung von Metall für den Displaydeckel ist dieser ausreichend gesichert gegen Verwindungen, auch die Oberseite der Basis zeigt sich hier sehr resistent. Schleierhaft ist uns, wie ein derart teures Notebook einen solch klapprigen Einschub für das optische Laufwerk tragen kann. Es schließt zwar sauber ab, bei häufiger Benutzung könnte sich hier aber eine Schwachstelle bemerkbar machen.

Bei der Steelseries Tastatur hat es MSI ein wenig mit der Beleuchtung übertrieben, es gibt nicht nur drei Stufen bei der Helligkeit sondern auch 5 Zonen inklusive der beiden Leuchtleisten an der Front und noch einmal mehrere Ebenen für jede Zone. Dadurch fiel schon eine gewisse Zeit an, das Bunt wegzuprogrammieren und durch eine etwas dezentere Farbgebung zu ersetzen. Im Auslieferungszustand hätten wir den Regenbogen auf den letzten Platz der Voreinstellungen verwiesen und vielleicht mit einer durchgängig roten Beleuchtung des Rest des Notebooks komplimentiert. Für den Wechsel zwischen den Farbprofilen der Tastaturbeleuchtung gibt es eine eigene Hardwaretaste, genauso wie für die Xplit Software (Videoaufnahme für Games), die volle Lüfterstufe und das Umschalten zur Prozessorgrafik. Um die integrierte Prozessorgrafik zu nutzen, ist aufgrund des Fehlens der Nvidia Optimus Technologie ein Neustart erforderlich. Durch diese im Alltag wohl eher weniger störende Unbequemlichkeit können dann aber 3 externe Displays samt dem Notebookdisplay gleichzeitig angesteuert werden und sogar 3D-Bilder liefern.

Die Steelseries Engine Software erlaubt die individuelle Belegung aller Tasten und zählt auch deren Anschläge. Aufgrund des Chiclet-Layouts fällt der Hub nicht besonders ausladend aus, der Druckpunkt ist allerdings deutlich und der Betrieb auch sehr geräuscharm. Steckt man die KinzuV2 Maus an, für die es auch einen Linkshändermodus gibt, deaktiviert sich das Touchpad. Auch dessen Tasten überzeugen mit einem knackigen Druckpunkt.
Insgesamt finden wir das Gehäuse gelungen, an die Formvollendung und Stabilität eines Alienware 17 und die Erwartungen an diese Preisklasse reicht es allerdings noch nicht heran. Uns gefällt das Design der Konkurrenten von Alienware oder ASUS besser, das ist aber letztendlich Geschmacksfrage.

Die Einordnung als Desktop-Replacement hat sich das MSI GT72-2QE32SR311BW redlich verdient, nicht nur der Leistung wegen. Für Multimonitor-Setups bietet die MSI Matrix Display Technologie zwei miniDisplayPorts und einen HDMI-Ausgang. Wie bereits erwähnt, können inklusive Notebookdisplay insgesamt vier Bildschirme angesteuert werden, ein Triple-Monitor Setup schafft kein Konkurrent. Die Ports dafür wurden wie der Gigabit-Ethernet-Anschluss sinnvollerweise an der Rückseite positioniert. Satte sechs USB 3.0 Ports finden wir am Gehäuse, zwei davon auf der rechten Seite hinter dem Blu-Ray Brenner. Links sitzen der SD-Cardreader, vier Audiobuchsen und die restlichen vier USB 3.0 Ports. MSI verbaut zwei Netzwerkadapter von Killer und vermarktet das als „Doubleshot“. Der Drahtlosadapter Killer Wireless-n/a/ac 1525 beherrscht schnelles WLAN-ac und Bluetooth 4.0. In der dazugehörigen Killer Network Manager Software werden die Geschwindigkeit der Verbindung gemessen, die Signalstärke angezeigt und softwareseitige Prioritäten bei der Nutzung der Verbindung gesetzt. Hintergrundapps sollen Hintergrundapps bleiben und bei einer Spielesessionnicht etwa wertvolle Bandbreite in Beschlag nehmen.
Die 2,1 Megapixel Webkamera darf natürlich nicht fehlen und liefert brauchbare Bilder. Gut gefällt uns auch der Sound der Dynaudio 2.1 Anlage mit Soundblaster Cinema 2 Karte. Auch bei maximaler Lautstärke gibt es kein Kratzen oder Klirren.

Willkommener Teil der Ausstattung ist natürlich auch das Zubehör: Das Paket enthälteine Steelseries KinzuV2 Maus samt Mousepad, ein Siberia V2 Over-Ear Headset, ein Tastaturcover und einen geräumigen Notebookrucksack. 
Kommt der Intel Core i7-4710HQ als einer der kleinsten mobilen Haswell Quadcore Prozessoren (trotzdem vollkommen ausreichend) noch relativ harmlos daher, so besetzt MSI die restlichen Komponenten in unserem GT72-2QE32SR311BW deutlich kompromissloser. Mit der Nvidia Geforce GTX 980M fährt das Notebook die derzeit schnellste Singlechip-GPU auf, so richtig brachial geklotzt wurde jedoch bei der Speicherausstattung. Das wird offenbar, vergegenwärtigt man sich die kleinen Unterschiede zur durchaus auch potenten Ausstattung des 1000 Euro günstigeren MSI GT72-2QE16SR21BW: Vierfacher SSD Speicher im „Super Raid 3“ und mit 32 GB doppelt so viel Arbeitsspeicher.